Der Umwelt- und Energie-Check zum Skifahrn Dahoam

Darf ich eigentlich noch Skifahren gehen?

„Skifahrn dahoam“ heißt Skifahren in Bayern, direkt vor der Haustür in den familienfreundlichen und authentischen Skigebieten Brauneck, Spitzingsee-Tegernsee, Sudelfeld und Rodeln am Wallberg. Doch ist genau das in Zeiten von Umweltschutz und der Energie-Thematik eigentlich noch „erlaubt“?

Sicher stellt sich nun die Frage, wie objektiv wir das Thema angehen können, doch wir versuchen hier einfach mal die Fakten sprechen zu lassen.

Eine Feststellung gleich vorweg: Ja – Skifahren verbraucht Energie und ist trotzdem mit einem nachhaltigen Lebensstil vereinbar.

3 Umwelt-Mythen zum Skibetrieb und wie es wirklich ist:

1. Kunstschnee verbraucht Trinkwasser

Kunstschnee verbraucht massenweise Trinkwasser und ist mit Chemikalien versetzt. So der weitverbreitete Mythos. Doch so ist es nicht. Da wir die Schneekanonen selbst starten, können wir auch mit Sicherheit sagen, wie es wirklich ist: Technischer Kunstschnee besteht zu 100 % aus Wasser, so wie der Naturschnee auch. Mittels Druckluft werden hier aus 1 Kubikmeter 2,3 Kubikmeter Schnee. Außerdem wird zur Produktion das Wasser aus der Natur genutzt, welches mit der Schneeschmelze wieder zurück in die Natur gelangt. Die Wasserreservoirs für den Kunstschnee füllen sich dann in niederschlagsreichen Monaten wieder auf natürliche Weise.

2. Der Skibetrieb macht die Vegetation platt

Wo im Winter ein Skigebiet ist, kann im Sommer nichts mehr wachsen und blühen. Falsch – bei einer verantwortungsvollen Beschneiung wird eine ausreichend dicke Schneedecke produziert, welche die darunterliegende Vegetation vor Beschädigungen durch Stahlkanten, Frost und Erosion schützt. Überzeugen Sie sich selbst und machen Sie doch im Sommer einen Ausflug in unsere Wintersportgebiete, welche sich im Sommer in traumhafte Wandergebiete verwandeln. Übrigens werden in Bayern ca. 0,8% des Alpenraums für den saisonalen Skibetrieb genutzt, wovon maximal 25% beschneit werden.

3. Der Energie-Verbrauch in den Skigebieten ist extrem hoch

Nein – auch das stimmt so nicht. 80% der CO2-Emission eines Skitags werden durch An- und Abreise verursacht, Öffentliche Verkehrsmittel senken dies drastisch. In unserem Energie-Vergleich wird deutlich, wie der Energie-Verbrauch eines Skigebiets einzuordnen ist.

Durchschnittlicher Energiebedarf im Vergleich

Technischen Beschneiung pro Gast und Tag (4,9 kWh)
Seilbahnen, Pistenpräparierung etc. pro Gast und Tag (16 kWh)
Ins Restaurant fahren mit dem Mittelklasse-PKW (22 Km - 16 kWh)
Ein Hallenbadbesuch pro Gast und Tag (20 kWh)

Das Große und Ganze

Ein kleines Skigebiet pro Winter 240.000kWh
Ein Flug München-Mallorca und zurück (ca. 200 Passagiere) 250.000kWh

Fazit

Natürlich brauchen wir in den Bayerischen Skigebieten Kunstschnee für perfekte Skierlebnisse – dieser ermöglicht sozusagen das „Skifahrn dahoam“, verbraucht aber kein Trinkwasser und geht in den natürlichen Kreislauf zurück. Der Energiebedarf eines Skigebiets ist außerdem absolut vertretbar im Vergleich zu anderen Freizeitaktivitäten und da die meiste Energie für die An- und Abreise benötigt wird, sollte diese doch so kurz wie möglich gehalten und am besten der Öffentliche Nahverkehr wie Bus oder Bahn genutzt werden. Von München geht es beispielsweise ganz einfach stündlich mit de Bayerischen Oberlandbahn nach Lenggries, Tegernsee, Schliersee und Bayrischzell. Von dort sind unsere Gebiete entweder fußläufig, mit einem Skibus oder den Linienbus in kürzester Zeit erreichbar. Alpen Plus bietet hier übrigens tolle Kombitickets an. Also auf geht’s zum Skifahrn dahoam!

 

Datengrundlage unseres Berichts sind die Erkenntnisse des Verbands Deutscher Seilbahnen.